Zusammen auf Reisen – Bad Zwischenahn

Moi’n Moi’n
Bereits die Ankündigung des attraktiven Programms, wie Norderney und Worpswede, war verlockend und machte neugierig auf die Fahrt nach Bad Zwischenahn.

Und so ging es los im April 2016 unter der bewährten Leitung von Frau Wünnemann und der Begleitung von Anne Elmenhorst. Geschickt wie immer hatte Frau Wünnemann für alle Fälle nicht nur einen Plan B, sondern auch noch Plan C bis Plan E in der Tasche und je nach Wetter und Laune kamen diese zum Einsatz.

P1100801 (Copy)Bad Zwischenahn

Bereits am ersten Tag lernten wir den interessanten Badeort mit Windmühle und museumsreifen, reetgedeckten Wohnhäusern kennen und machten eine Seerundfahrt über das Zwischenahner Meer. Das ist ein riesiges Gewässer, ein Erdfallsee, entstanden durch Salzauslagerungen im Untergrund.

Romantische Unterkunft

Wir waren im sehr guten Romantikhotel Eiden untergebracht. Das Hotel hieß so, weil die Wege von den Zimmern über die Flure, Gänge und durch die Gartenanlage wirklich sehr romantisch waren. Wenn wir nach dem Hotelmarathon unser Ziel erreicht hatten, fanden wir uns wieder in einem gemütlichen, genau auf unsere Gruppengröße abgestimmten Speiseraum, „Orangerie“ genannt, in dem wir lange in freundschaftlichen Gesprächen zusammen saßen. Das Essen brauchte den Vergleich mit dem in der Residenz nicht zu scheuen; besonders das kilometerlange Frühstücksbuffet erfüllte jeden kulinarischen Wunsch.

P1100807 (Copy)Ammerland

Am zweiten Tag unternahmen wir laut Plan D, – der Besuch im Rhododendrongarten fiel ins Wasser – eine Fahrt durch das Ammerland (Land am Meer), die größte, zusammenhängende Park- und Gartenlandschaft in Europa. Als ich die zahlreichen kugelig, würfel- und schraubenzieherförmig geschnittenen Buchsbaumhecken auf den Wiesen und in den Vorgärten sah, verstand ich erst so richtig den Sinn des Begriffs „Skulpturengarten“. Eine kundige Reiseführerin erklärte uns auf der Fahrt alles, wirklich alles. Jede Hütte, jeder Baum, jede Erderhebung wurde eingehend und genau beschrieben.

Oldenburg

Oldenburg besuchten wir am Dienstag, eine aufschlussreiche Führung durch das geschichtsträchtige Schloss; das Horst-Janssen-Museum, einem berühmten Sohn der Stadt gewidmet, wartete allerdings vergeblich auf weitere Besucher. Das Wetter war, genau so wie prophezeit; wenn wir im Bus saßen, schien meist die Sonne, waren wir draußen, benutzten wir die Regenschirme.

P1100814 (Copy)Norderney

Ein weiterer Höhepunkt der Reise war am Mittwoch die Fahrt nach Norderney. Seit Kaiser Wilhelm ist es die Urlaubsinsel der Deutschen schlechthin. Nordsee ist Mordsee heißt es, und so war es. Ich konnte einmal von der Dünenpromenade aus beobachten, wie der Wind einen einsamen Spaziergänger in die Luft wirbelte und im Meer runterließ. Das war natürlich wieder ein Besucher, der die Kurtaxe nicht hatte entrichten wollen. Uns alle jedenfalls wehte der Wind zur geplanten Zeit an den verabredeten Treffpunkt, an eine überdachte Bushaltestelle. Als Frau Wünnemann kam, zählte sie die Häupter ihrer Lieben, und sieh, es waren drei Mal sieben, denn zwei waren im Hotel geblieben.

Worpswede Senioren MünsterAm Donnerstag auf der Rückreise machten wir einen hochinteressanten Abstecher in die berühmte Künstlerkolonie Worpswede. Im Zentrum des idyllischen Ortes schien jedes zweite Haus ein Museum, eine Galerie, ein Atelier, oder alles drei zu sein. In der Kunsthalle erfuhren wir bei einer lehrreichen Führung vieles über die Entstehung des anmutigen Künstlerdorfes und die früher dort tätigen Künstler, z. b. Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler, Fritz Overbeck und andere. Bemerkenswert fand ich, dass viele Damen unserer Gruppe bereits vieles über die Geschichte des Ortes und die Künstler wussten. Mir war neu, dass auch Rainer Maria Rilke sich hier „rumgetrieben“ hat.

Auf der anschließenden Rückfahrt bedankte sich im Namen aller Teilnehmer Frau Westermann in versierter reim- und versgeschmückter Form bei Frau Wünnemann für die perfekte Planung und Durchführung dieser Reise.

Es ist halt immer eine Wünne, mit Frau Wonnemann zu verreisen.

Ihr

Karl Mrzyk

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